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Die
radikale Zurichtung der pflanzlichen Natur durch den Menschen thematisiert
der Münchener Künstler Albert Hien. Auch er formt in seiner
Installation „Ortobotanico“ keinen realen „botanischen
Garten“ nach, sondern überträgt dessen Prinzip der
Zurichtung der Natur gemäß einer exemplarischen Ordnung
auf die heute üblichen produktiven, konsumtiven und ästhetischen
Nutzungen der Pflanzenwelt.
In delikat gefertigten Bildtafeln, Reliefs und plastischen Inszenierungen
thematisiert er unseren anmaßenden Anspruch technischer Naturbeherrschung,
die schrankenlose ästhetische Verfügbarkeit der Pflanzenwelt
und die grotesken Metamorphosen, welche Pflanzen in unserem Alltagsdekor
erfahren. |